Siedlungsgebiete


Verbreitung der deutschen Volkslieder in Ost- und Südosteuropa bis 1945

BANAT

… bis 1918 ungarisch. Der größere Teil fiel an Rumänien, der kleinere westliche  an Jugoslawien/Serbien. Bei Ungarn blieb nur ein kleiner Zipfel in der Theiß-Mieresch-Ecke. Deutsche Besiedlung im 18 Jahrhundert.  Im ungeteilten Banat lebten etwa 400.000 Deutsche  …
Liegt zwischen den unteren Läufen der Theiß und Mieresch bzw. wird von diesen Flüssen im Westen und im Norden, von der unteren Donau im Süden und von den Ausläufern des Siebenbürgischen Erzgebirges im Osten begrenzt. Es umfasst 28.000 km2.

BATSCHKA

… bis 1918 ungarisch; dann der größte Teil jugoslawisch/serbisch. Teil um Frankenstadt/Baja an der Donau blieb bei Ungarn. Im 18. Jhdt.  deutschbesiedelt. 250.000 Deutsche in der ungeteilten Batschka …
Tiefland zwischen der mittleren Donau und der unteren Theiß, 10.000 km2.

BESSARABIEN

… etwa 94.000 Deutsche, vorwiegend im Süden …
Zwischen Pruth im Westen, Dnjestr im Osten, Galizien im Norden und dem Schwarzen Meer im Süden gelegen.

BRANAU

… ungarisches Komitat, bis 1918 ungeteilt bei Ungarn. Nach 1918 kam ein kleinerer Teil, das sogenannte Branauer Dreieck zwischen Donau und Drau zu Jugoslawien/Kroatien. Deutsche Besiedelung im 18. Jhdt. In der ungeteilten Branau siedelten 130.000 Deutsche …
Branau/Baranya liegt zwischen Donau und Drau und bildet mit den Komitaten Schomodei/Somogy und Tolnau/Tolna die  sogenannte ‚Schwäbische Türkei‘.

BUCHENLAND

…  Einwanderung gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Etwa 90.000 Deutsche …
Gebiet der Waldkarpaten und des Karpatenvorlandes zwischen Galizien im Norden und der Moldau im Süden.

BURGENLAND

… seit Gründung des ungarischen Königreiches um 1000 ungarisch, 1463 – 1655 österreichisch; kam 1921 mit Ausnahme Ostburgenlands (der Städte Ödenburg und Güns und des Heidebodens) zu Österreich. Seit Karl dem Großen deutschbesiedelt.
Österreichisches Bundesland zwischen den Ostalpen und der Kleinen Ungarischen Tiefebene.

DOBRUDSCHA

… vereinzelte Streusiedlungen rußlanddeutscher Kolonisten; 12.000 Deutsche …

Flachland zwischen unterer Donau, dem Donaudelta und Schwarzem Meer.

GALIZIEN

… dünn besiedelt. Einwanderung: Ende des 18. Jhdt.; 60.000 Deutsche …
Vom Nordhang der Beskiden im Westen und der Hohen Tatra im Süden bis zum Buchenland/Bukowina und Bessarabien im Osten.

GOTTSCHEE

… seit 1320 deutschbesiedelt; zuletzt 13.000 Deutsche …
Drei Längstäler zwischen den Höhenzügen des Krainer Karsts in Slowenien.

HAUERLAND

… deutsche Ansiedlung im 13 Jhdt.; rund 40.000 Deutsche …
Bergwerkssiedlungen um die Stadt Kremnitz in der mittleren Slowakei.

HEIDEBODEN

… 1918 bzw. 1921 zw. Österreich und Ungarn geteilt (s. Westungarn). Seit Karl dem Großen deutschbesiedelt …
Flachlandschaft zwischen Neusiedler See und der Donau.

KARPATENLAND (Ruthenei, Ruthenien, Karpato – Ukraine)

… Ende des 18. Jahrhunderts aus dem Salzkammergut besiedelt. Bis 1918 ungarisch; 1918-1945 tschechisch, 1945 – 1991 UdSSR. Seither Teil der selbstständigen Ukraine. Rund 15.000 Deutsche …
Südwestabdachung der Waldkarpaten.

OFENER BERGLAND

… im 18. Jhdt. deutsch besiedelt; ca. 100.000 Deutsche …
Rings um die ehemalige Stadt Ofen (Buda) am rechten Donauufer.

OSTUNGARN

… (Ratkau) mit einigen echt-schwäbischen Siedlungen …
An der oberen Theiß bzw. nördlich von Tokaj.

SATHMAR

… seit dem 18. Jahrhundert geschlossene echt-schwäbische Sprachinsel; bis 1918 ungarisch; danach kam es (mit Ausnahme von 3 Gemeinden) zu Rumänien; ca. 50.000 Deutsche …
Am Rande des nordwestlichen Siebenbürgens bzw. im ungarisch-rumänischen Grenzgebiet.

SCHILDGEBIRGE

… besiedelten seit dem 18. Jahrhundert rund 50.000 Deutsche …
Der mittlere Teil des SW-Ungarischen Mittelgebirges, zwischen der Moorer Senke im Westen und der Donau im Norden. Das SO-Ungarische reicht vom Plattensee bis zum großen Donaubogen bei Waitzen. und der Kleinen Ungarischen Tiefebene. Es zerfällt in 3 Siedlungsgebiete: Buchenwald (nördl. des Plattensees) Schildgebirge und Ofener Bergland.

SCHOMODEI

… deutsche Streusiedlungen seit dem 18. Jahrhundert im Osten gegen die Tolnau und die Branau. Zuletzt 20.000 Deutsche …
(= Somogy) Ungarisches Komitat zwischen Plattensee und Drau.

SIEBENBÜRGEN

… seit dem 12. Jhdt. von sogenannten Siebenbürger Sachsen besiedelt; seit 1918 rumänisch. Zuletzt rund 200.000 Deutsche …
Hochland innerhalb des Karpatenbogens im Osten Altungarns.

SLAWONIEN

… im 18. und 19. Jhdt. deutschbesiedelt; ca.50.000 Deutsche …
Mittlerer Teil des Zwischenstromlandes Drau/Drave und Sau/Save.

SYRMIEN

… (Srem) deutsche Besiedelung im 18. u. 19. Jahrhundert; ca. 50.000 Deutsche …
Das östliche Gebiet zwischen Drave und Save, nordwestlich von Belgrad.

TOLNAU

… seit dem 18. Jhdt. deutsch besiedelt; ca. 80.000 Deutsche …
(Tolna) Ungarisches Komitat am rechten mittleren Lauf der Donau, nördlich der Branau/Baranya.

UKRAINE

… deutsche Siedler seit der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts; ca. 350.000 Deutsche …
Gebiet von Karpaten bis  Donezbecken und nördl. des Schwarzen Meeres.

WESTUNGARN

… (= Ostburgenland) mit den deutschen Siedlungen entlang der österreichischen Grenze und am Heideboden, seit Karl dem Großen. Zuletzt 78.000 Deutsche …
Zwischen dem österreichischen Burgenland und der Raab.

WOLGAGEBIET

… deutsche Räterepublik an beiden Seiten der Wolga seit dem 18. Jahrhundert. Zuletzt etwa 400.000 Deutsche …

WOLHYNIEN

… wird als die Urheimat der slawischen Stämme angesehen. Es gab dort  wenige deutsche Siedler …
Landschaft in der Ukraine am Bug.

ZIPS

… seit Mitte des 12. Jahrhunderts deutschbesiedelt.   Hauptorte waren die Städte Käsmark, Leutschau und Preschau. Zuletzt 37.000 Deutsche …
Südostabhang der Hohen Tatra in der Nord-Slowakei.


Dr.  Anton Tafferner, München
Konrad Scheierling, Crailsheim
(‚Geistl. Lieder d. Deutschen aus SO-Europa‘,
aus: Bd. 6, Esther Gehann Musikverlag, Kludenbach, 1988,
z.Vgl.: ‚Erfreue dich Himmel‘, Möseler Verlag, Wolfenbüttel, 1972)

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